Intensive Einstiegsdoppellektion mit externem „Experten“

Auseinandersetzung mit dem allgemein geschlechtsspezifischen sowie mit dem persönlichen Risikoverhalten.


Die Lehrperson gibt einen Überblick über die Einheiten bzw. das gesamte Projekt. Die Expertenperson stellt sich vor und stellt das Thema und den Hintergrund dazu dar.
Dabei sollen möglichst auch die Chancen und Grenzen geschlechtergetrennter Arbeit erwähnt werden.

Einstiegsrunde (10’): Alle (inkl. LeiterInnen) erzählen eine oder zwei Situationen, in denen sie sich in einer kritischen Situation befunden haben. Die LeiterInnen fragen nach,was genau „das Kritische“ daran war und welche Erfahrungen, Gefühle und Gedanken dazu gehörten.

In geschlechtergetrennten Gruppen (20’): Jede/r Schüler/in (und gerne auch die leitende erwachsenen Person) schreibt für sich max. 10 gleichgeschlechtliche erwachsene Personen auf, an denen sie/er mindestens eine Eigenschaft vorbildlich „beeindruckend“ oder „erstrebenswert“ findet.

Mindestens jene Personen in der oberen Reihe sollen persönlich bekannt sein, in der unteren Reihe dürfen auch „Stars“ aus Musik, Sport, etc. aufgeschrieben werden.
In die kleinen Felder werden die Namen der Personen geschrieben, in die grossen Felder mit Stichworten die vorbildlichen Eigenschaften.

Nach dieser Einzelarbeit stellen sich alle Gruppenmitglieder ihre Vorbilder vor. Wenn nicht schon während der Vorstellung ein Gespräch entsteht, im Anschluss an alle Vorstellungen über folgende Aspekte sprechen: Was fällt auf? Ähnlichkeiten? Welche Personen bzw. welche „Sorte Menschen“ (Väter/Mütter, Sportler/innen, etc.) kommen oft vor, welche wenig oder gar nicht? Welche Eigenschaften kommen oft bzw. wenig/nicht vor? Hintergründe dazu?

Austausch (15’): Ein anschliessender Austausch zwischen den Geschlechtern wird empfohlen.


Für die Durchführung ist es sinnvoll, wenn die Leitung bei zwei Personen liegt, im Idealfall bei einer Frau und einem Mann. In der folgenden Beschreibung wird davon ausgegangen, dass eine Person die Klassenlehrperson ist und die andere Person Expertenwissen (das kann eine Person von einer Suchtpräventionsstelle, ein SchulsozialarbeiterIn etc. sein) zum Thema hat.