Eine Actionfilmsequenz wird gemeinsam mit Klasse in Bezug zur Realität gesetzt.

Erkennen, dass Rasen ein umfassenderes Problem ist. Geil im Moment des Rasens
– tragisch im gesamten Ausmass oder für die Opfer. Geschlechterverhältnis wahrnehmen.


Filmsequenz (10’): „2Fast 2Furious“ bis zum Auftritt des „Haupthelden“ vorspielen.

Plenum (15’): Fragen an die Jugendlichen: Welche Bilder werden vermittelt? Wer möchte
auch einer dieser coolen Typen sein? Weshalb? Was treibt diese Jugendlichen an? Wo
sind Bezüge zu den Ergebnissen aus 1.1 und 1.2 („männlich-weiblich “; „und Geschlecht“)?

Wechsel von der „Filmwelt“ zur Realität (5’): Zeitungsausschnitt über Raserunfall von Jugendlichem vorlesen.

Wie gefährlich ist der Strassenverkehr? Gruppenarbeit (30’): Einige Zahlen zur Gefährlichkeit des Strassenverkehrs herausschälen lassen. Die SchülerInnen können frei im Internet suchen oder auf Statistik vom BfU (Beilage 5) zurückgreifen.

Zentrale Aussagen herausschälen, notieren: Die Recherche könnte auch von zu Hause aus als Hausaufgabe gemacht werden. Oder verschiedene Gruppen werden von der Lehrperson mit verschiedenen Infos bedient. Die Gruppen machen daraus ein Plakat, welches dann die Inhalte transportiert (ExpertInnenmethode).

Verbindung (30’): Aufzeigen, wie real und „alltäglich“ das Risiko Strassenverkehr ist.
Danach noch einmal Bezug zum Zeitungsartikel nehmen: SchülerInnen unterstreichen im Artikel, was „typisch“ für den Einzellfall ist (junger Lenker…männlich, übersetzte Geschwindigkeit, vermutlich Rennen gefahren...)


Die Videobilder aus Hollywood üben eine starke Faszination auf die Jugendlichen aus. In Klassen, die sich überwiegend mit dem „american way of life“ identifizieren, ist es schwierig, diesen Bildern etwas entgegenzusetzen. Die Stunts bleiben fürs Auge attraktiv, auch wenn in der nachfolgenden Sequenz die realen Folgen des Rasens aufgezeigt werden.

Fazit: Filmausschnitt sehr sorgfältig auswählen, um möglichst die Realitätsferne dieser
Bilder bereits aufzuzeigen.

Der „Zufall“ dass in der Gemeinde gerade übers Wochenende ein tödlicher Raserunfall passiert war und einige SchülerInnen gar die Unfallstelle gesehen hatten, machte die Betroffenheit spürbar. Die meisten SchülerInnen kannten ähnliche Unfälle aus der Gegend.

Der Transfer vom Einzelfall zur Statistik gelang sehr gut! Den SchülerInnen wurde klar, dass es weder um Filmbilder noch um Einzelfälle geht. Deutlich wurde die Bedeutung von jungen Männern als Haupttäter aber auch Hauptopfer des Strassenverkehrs. Hier war es auch gut möglich, Fragen der „Geschlechterbedingtheit“ von Raserei nachzugehen.

Ideal wäre hier oder schon früher eine geschlechtergetrennte Sequenz gewesen, um
Unterschiede im Risikobegriff von Männern und Frauen noch besser zu erkennen.
In „Boys don’t cry“, (1999, Kiberley Peirce) hat es so eine Szene: Die sich als Bursche fühlende Teena Brandon gibt sich als Brandon Teena aus und stellt seine/ihre Männlichkeit durch schnelles Autofahren unter Beweis.


  • Video „2Fast 2Furious“ (oder ähnliche Hollywood-Produktion in der es um Autorennen und Autostunts geht – erhältlich im Videoverleih).
  • Zeitungsartikel über Raserunfall, möglichst aktuell und mit lokalem Bezug.
  • Arbeitsblatt 3.2.A
  • Infoblätter für Lehrpersonen 3.2.B – 3.2.D